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Amazonas: Ökologie
Der Regenwald des Amazonasgebiets ist der Lebensraum einer einzigartigen Artenvielfalt,. Die genaue Anzahl der hier existierenden Lebewesen ist schwer zu schätzen, da vermutlich nur ein Bruchteil von ihnen bisher entdeckt  und klassifiziert wurde. Dazu kommt, dass viele aussterben, ohne dass je ein Mensch sie zu Gesicht bekam. Zahlreiche Arten, die im Amazonas-Biom leben, sind endemisch (dh- sie kommen nirgendwo sonst vor). Realistischen Einschätzungen zufolge kann man von fünf bis zehn Millionen Arten ausgehen. Erforscht wurden davon gerade einmal 1,5 Millionen. Den größten Anteil daran haben fast eine Million Insekten, über 400 Wirbeltiere, rund 1300 Vogel- sowie mindestens 2000 Fischarten. Allein die Anzahl von 40.000 unterschiedlichen Pflanzen belegt die Tatsache, dass der Regenwald im Amazonasgebiet eines der entscheidenden Zentren der Artenvielfalt der Erde darstellt. Ein Großteil davon bleibt unseren Augen weitgehend verborgen. Viele Tiere sind nachtaktiv, haben die Baumkronen für sich entdeckt, wurden bereits in die fast undurchdringlichen Tiefen des Dschungels verdrängt oder leben, wie viele Insekten, im Boden.

Die Vegetation des Amazonasgebietes ist sehr uneinheitlich und dadurch vielfältig. Neben der typschen dichten Regenwaldvegetation gehören auch die Bergwälder der östlichen Anden, offene Wälder in den Randgebieten, Überschwemmungs- und Sumpfwälder sowie Mangrovenwälder im Mündungsgebiet zu der abwechslungsreichen Flora. Dieses weltweit größte zusammenhängende Waldgebiet ist ein Sauerstoffspender und Kohlenstoffreservoir ohne Gleichen. Er beeinflusst nicht nur das Weltklima sondern schafft sich durch Verdunstung sein eigenes Klima. Der Wasserdampf kondensiert und regnet wieder ab, ohne jemals das System zu verlassen. Während ein Teil des Regenwassers in den Baumwipfeln verbleibt, erreicht der Rest die Baumwurzeln und kühlt bei der Verdunstung über das Blätterwerk wieder die Sonnenstrahlung. Das überschüssige Wasser fließt über den Amazonas und andere Nebenflüsse in den Atlantischen Ozean. Derart gewaltige Wassermengen beeinflussen wiederum Meeresströmungen, die selbst zur Klimastabilität beitragen.